Selbstmord:
Club der toten Seelen
Focus 27/2002 berichtet in der Rubrik Psychologie über Suizidforen, in denen Jugendliche ein riskantes Spiel mit dem Tod treiben. In etwa 30 deutschsprachigen Foren tauschen sich Onliner über ihre Last mit dem Leben und einen möglichen Selbstmord aus. "Wer hat Lust, mit mir zu sterben?" oder "Tote Seele sucht einen Selbstmordpartner im Raum Köln", heist es dort. Thomas Bronisch vom Münchener Max-Planck-Institut für Psychiatrie warnt: "Gefährdete Jugendliche bekommen im Internet Kontakt mit solchen, die fest entschlossen sind". Die Suizidforen seien für die einen ein Netz des Todes und für die anderen eine letzte Rettungsinsel. Aber fest steht: Die Selbstmorde mehren sich. Eine regelrechte Epidemie von Selbsttötungen durch Nachahmer fürchtet Psychiater Bronisch. "In den Foren wird der Suizid verklärt, mystifiziert, glorifiziert, Helfer werden verteufelt", schimpft der Seelenforscher.Die Forenmaster sehen sich eher als Helfer. Mit ihren Web-Seiten wollen sie ähnlich Lebensmüden aus der Krise helfen. Ulrich Hegerl, Psychiatrie-Professor an der Universität München, sieht das ganz anders: "Ich zweifle am Verantwortungsbewusstsein der Forenmaster. Die spielen Herren über Leben und Tod".
Die
Informationen der Zeitschrift "Focus" geben zu denken. So viele Selbstmorde
könnten verhindert werden. Das bestehende Gesundheitssystem bietet zu wenige
Anlaufstellen für Selbstmordkandidaten. Und wer den Weg zum Psychologen
findet, darf mindestens sechs Monate auf einen Termin hoffen. Und dann ist es
längst zu spät. Wenn ein Selbstmord-Kandidat überhaupt eine Chance
hat, dann nur mit Hilfe eines Synergetik Therapeuten, der ihm Hilfe zur Selbsthilfe
geben kann.
Links.
Vorsicht - heftige Gefühle (Quicktime-Movie 4 min - 17 MB)
Synergetik Therapeuten können Menschen durch heftige Emotionen hindurchbegleiten
- sie haben keine Angst davor. Sie sind selbst durch "die Hölle gegangen".
Alles nur Bilder, Gefühle und Körperreaktionen - Der Film kommt aus
den Anfängen der Synergetik Therapie, in der die Selbsterfahrung noch sehr
betont wurde. Heute würde man sehr gezielt mittels eines Profilings wesentlich
präziser arbeiten und den Hintergrund - die abgespeicherten Traumen - auflösen.
Einige Filme auf DVD zum Thema "Missbrauch" sind in Vorbereitung
Unterlassene Hilfeleistung
ist die chemische Zwangsjacke... der Mensch spürt nichts mehr... wird zum
Zombie... für immer abhängig... die Pharmaindustrie verdient gut an
diesen "Dauerkunden" .... und wir alle zahlen...
Briefliche
Anfrage an Bernd Joschko ...... den. 26. September 04
...Ich leide seit meinem 28. Lebensjahr unter einer schizophrenen Psychose
und bin dauerhaft auf Psychopharmaka (Neuroleptika) angewiesen. Zur Zeit nehme
ich regelmäßig das Medikament....habe ich 18 Kilo zugenommen. Ein
weiterer Nachteil ist, daß ich das Gefühl habe, keinen klaren Zugang
mehr zu meinem inneren Selbst und zu meinem Unterbewußtsein mehr habe,
da die Psychopharmaka dies verhindern, weil sie bestimmte Stoffwechselvorgänge
im Gehirn unterbinden. Das hat zur Folge, daß ich mir manchmal vorkomme,
als ob ich ferngesteuert wäre. Auch ist das innere Gefühl der Fröhlichkeit
und Lockerheit, Gelassenheit nicht mehr da, das ich vor meiner psychotischen
Erkrankung hatte, ich lache viel zu selten und fühle mich oft von diffusen
Ängsten wie gelähmt. Was meine persönliche Entwicklung, mein
persönliches Wachstum betrifft, fühle ich mich wie in einer Sack-gasse.
Der einzige Zugang zu Gefühlen wie Liebe und Zuneigung ist kaum noch möglich.
Damit verbunden ist ein weiterer Nachteil: das Nicht-mehr-spüren-können
von sexueller Energie.
Aufgrund der Einnahme der starken Medikamente, die ich regelmäßig
nehme und aus
ärztlicher Sicht unter keinen Umständen weglassen darf (1994 hatte
ich dies gemacht und bekam promt eine zweite Psychose) habe ich nun (berechtigte?)
Zweifel, ob Ihre Therapie, die Synergetik, die Innenweltreisen, bei mir überhaupt
möglich ist. ... Wenn ich es richtig verstanden habe, dann kommt vor der
Neustrukturie-rung erst ein sog. Chaos, und dann die sog. Selbstorganisation
der Psyche. Kann man einen psychotischen Schub mit diesem Chaos vergleichen?
Wenn ja, dann ist es doch ein schwerwiegender Fehler, mitten hinein in einen
solchen Vorgang plötzlich alle Energien abzublocken, um anschliessend nur
an den Symptomen herumzudoktern, bis sie alle verschwunden sind...
Antwort von Bernd Joschko:
Ja es ist ein schwerwiegender Fehler diese „Innenweltreaktionen“
einfach mit „Chemie“ wegzudrücken und für immer abhängig
von diesen Medikamenten zu bleiben... wieder ein „Abhängiger der
Psycho-Sekte der Pharma-industrie“... Viele Ärzte und Psychotherapeu-ten
haben einfach Angst vor diesem Chaos, diesen Innenweltbildern, diesen Gefühlen...
Wenn Klienten unter Medikamenten stehen, sind sie von ihrer Innenwelt abgeschnitten,
daher bedarf es der Zusammenarbeit mit Ärzten, die diese Medikamente reduzieren,
so dass Aufarbeitung geschehen kann... Suchen Sie sich einen ganzheitlich denkenden
Arzt ...
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